1348
das Haus
Seesten (Seehesten) und die Stadt Sensburg gegründet.
1367
Burg
Seesten (Seehesten) nach Zerstörung neu erbaut.
1367
Freidorf
Rudewang (Rudwangen) gegründet.
1371
Langenbrück wird gegründet.
1371
stürmen
Litauer das Haus Seehesten, verbrennen die Vorburg, morden und plündern in der
Umgebung.
1373
Erteilung
der Handfeste für Warpuhnen, Sönntag, Bothau und Schillingshöfen.
1376
Weißenburg
gegründet.
1379
wurde
Sorquitten gegründet.
1379
verschrieb
Winrich von Kniprode die Güter Sorquitten, Millucken und Stamm an die 4 Brüder
"derer von Oelsen".
1391
Gründung
der Güter der Pustnicker Freien.
1391
Maradtken
gegründet (später Freidorf).
1392
wurde
Grunau, das älteste Zinsdorf des Kreises Sensburg, gegründet.
1392 bis 1396
Zinsdorf
Eichmedien gegründet. (Erhielt 1402 eine neue Handfeste über 70 Hufen).
1397
wird das
Gut Allmoyen von Hans von Olsyn frei zu kölmischem Recht mit 20 Hufen an die
Erwerber Glandian und Niclas abgetreten.
1397
wird das
Beutnerdorf Aweyden gegründet.
1399
wurde
Salpkeim gegründet.
1400
wurde die
erste Ordenskirche des Kreises in Seehesten erbaut.
1401
Zinsdorf
Seehesten und Freigut Peitschendorf (Petzendorf) gegründet.
1411
Fasten
wird gegründet.
1421
Verschreibung des Gutes Steinfelde (Kamionka u. Niklosburg).
1421
Mühle in
Salpkeim erwähnt.
1422
Brödienen,
Mertinsdorf und Stangenwalde gegründet.
1422
Mühle in
Salpkeim erstmals urkundlich erwähnt.
1435
Verschreibung von Zudnochen (Siebenhäfen) mit 20 Hufen (336 ha) an Niclas
Zudnoch.
1437
erste
Feuergeschütze (1 Stein-und 2 Tarrasbüchsen) in Seehesten stationiert.
1437
wird
Muntau gegründet und Meybowen in Reuschendorf umbenannt.
1442
Aus diesem
Jahre ist die älteste Urkunde im Ratsarchiv der Stadt Sensburg erhalten.
1442
schenkt
Hochmeister Konrad von Ehrlichhausen der Stadt Sensburg den Schoß-See,
anknüpfend an eine Schenkung Heinrichs von Plauen.
1444
Erneuerung
der Sensburger Handfeste über 160 Hufen.
1444
wird
Nikolaiken zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
1448
Gründung
des Beutnerdorfes Patschendorf (Peitschendorf).
1450
wird
erstmals Burschewen (Prußhöfen) im Amtsbuch von Seehesten mit dem Ortsnamen
Falkenhayn erwähnt.
1471
Gründung
von Probergs.
1477
erhält das
bereits bestehende Dorf Gurkeln eine neue Handfeste.
1482
Erteilung
der Rudwanger Bienerhandfeste an die Beutner in Polschendorf (Stangenwalde),
Proberg, Muntau, Reuschendorf und Rudwangen durch den Pfleger Otto von
Drauschwitz.
1483
wird in
der verbrannten Chronik ein Kirchenpatron von Ribben erwähnt.
1484
am 12. Mai
wird Johannes, Jacobi de Wunßdorff in Sensburg als Pfarrer eingesetzt.
1494
wird
urkundlich der 1. Pfarrer der Kirche in Sorquitten erwähnt.
1499
Verleihung
der Handfeste für Schaden mit 44 Hufen.
1503
wird dem
"bescheidenen Nicolaien Schmidt" die Handfeste für das spätere Kirchdorf
Schimonken (Schmidtsdorf) erteilt.
1512
Gründung
von Talten.
1516
wurde die
erste Brücke in Nikolaiken erbaut.
1520
Großbrand
in Sensburg.
1521
Jacob
Pfauher wird zum Pfleger im Amt Seehesten ernannt.
1527
wurde am
17. September der Stadt Sensburg das Marktrecht verliehen.
1527
Pestepedemie im Kreis Sensburg.
1535
Kirche in
Nikolaiken urkundlich erwähnt.
1541
Erste
Evangelische Kirchenvisitation im Kirchspiel Aweyden.
1542
wurde
Klein Stamm gegründet.
1542
wird Georg
von Rechenberg Amtshauptmann im Amt Seehesten.
1544
erhielten
die "Freien von Sawadden" (Balz) am 11. Oktober von Herzog Albrecht die
Handfeste.
1544
wird der
Kollogiener Krug dem Zacharias von Petzendorf (Peitschendorf) verschrieben.
1545
erhält am
26. 10. Olschewen (Erlenau) die Handfeste mit 55 Hufen (1034 ha).
1548
wird
Wosnitzen (Julienhöfen) gegründet, und bricht in Masuren die Pest aus.
1548
wird dem
Schulzen Bartus am 7. Juli Borowen (Prausken) verschrieben.
1549
erscheint
Krummendorf erstmals in den Urkunden.
1550
am 18.
Okt. erhalten in Bursche-wen (Prußhöfen) 8 Besitzer von Herzog Albrecht eine
neue Handfeste.
1550
wird
Lißuhnen von Matthes Lissun gegründet.
1550
am 11.
Okt. verkauft der Amtshauptmann zu Rhein Alt Rudowken (AIt-Hammerbruch) den
Brüdern Andrea u. Paul Zipperken zur Gründung eines Zinsdorfes.1552
Verschreibung von Eisenack (Zatzkowen) an Michael von Eysack mit 44 1/2 Hufen.
1554
wird
Grabowen (Grabenhof) nach Magdeburger Recht an Bartosch Skomotz verkauft, mit
der Bedingung, es zum Zinsdorf zu besiedeln.
1554
Kirche in
Seehesten erbaut.
1555
am 24.
Juni wird von Martin Kaßten Mertinsdorf mit 50 Hufen (940 ha) gegründet.
1555
am 25.
Sept. erhält der Matz von Mertinsdorf die Verschreibung für Carwen.
1559
am 15. 10.
Gründung von Czerwanken (Rotenfelde) mit 3 Hufen.
1562
wird Hans
Gutt Amtsverweser in Seehesten.
1563
wird
Hermannsruh gegründet.
1564
am 16. 12.
Verschreibung von Uklanken (Erbmühle) an den Müller Stenzel Oklans.
1565
am 25.
Nov. wird die Handfeste für Krummenort erteilt.
1568
Nennung
des Eisenhammers bei Kollogienen hinter Peitschendorf.
1568
am 28.
Oktober brannte Sensburg nieder.
1570
werden
Babenten, Macharren und Zollernhöhe gegründet.
1572
wird
Gansen (Gonswen) gegründet.
1573
Gründung
von Giesenau.
1581
Kirche in
Seehesten baufällig.
1584
wird
Altensiedel und lmmenhagen gegründet.
1601
Beginn des
Umbaues der Sorquitter Kirche.
1602
Gründung
von lsnothen.
1612
wurde aus
St. Niclas Nikolaiken und Kulinowen (Waldesruh) gegründet.
1614
wurde
Novinnen gegründet.
1618
die Kirche
Seehesten abgebrannt.
1619
ist
Ludwigshof und Wessolowen (Wesselhof) entstanden.
1619
brannten
Kirche und Pfarrhaus in Seehesten ab.
1621
Heinrichshöfen gegründet und Albrecht von Rautter zum Amtshauptmann im Amt
Seehesten ernannt.
1621
Mathießen
(Matheussek) gegründet.
1623
Prawdowen
(Wahrendorf) gegründet.
1638
entsteht
Lelleken (Julienthal).
1644
stand eine
Kompanie Dragoner im damaligen Amt Seehesten.
1651
Erzlager
des Eisenhammers in Modersohn (1 r. Kollogienen) sind erschöpft, Umbau
zur Mühle.
1653
werden dem
Freiherrn von Hoyerbeck die Güter Eichmedien und Budzisken (Wachau)
verschrieben.
1655
hausen
schwedische Truppen im Kr. Sensburg. (Schwedisch-polnischer Erbfolgekrieg).
1657
wütete
wieder die Pest im Kreise Sensburg und Umgebung.
1663
wird das
Chatulldorf Lubiewen (Grünbruch) gegründet.
1671
Pfarrer
Johannes Riedel am 18. April in Sensburg geboren. (Ab 1703 Pfarrer in Sorquitten.)
1681
Schatulldorf Grabnik gegründet.
1689
Gründung
von Gußianka (Guschienen).
1690
wird das
Chatoulldorf Rattaywolla (bei Jägerswalde) gegründet.
1693
standen in
Sensburg 60 Wohnhäuser, 68 Buden und 3 Malzhäuser.
1693
wird
Andreas Kowalewski Pfarrer in Nikolaiken.
1694
wurde
Popiellnen (Spirdingsblick) und Klein Grabnick gegründet.
1695
wird Klein
Hammerbruch gegründet.
1698
Großbrand
in Sensburg am 24. 6., nur Kirche, Schule und Scheunen blieben verschont.
1700
gründet
der Wildnisbereiter Christian Dietrich Polkein Dietrichswalde.
1701
wurde J.
Riedel Pfarrer in Eichmedien (bis 1703).
1701
wurde mit
dem Bau des Kirchturmes an der Sorquitter Kirche begonnen (beendet im Jahre
1721).
1701
Wohnplatz
Lucknainer Bude gegründet.
1702
Diebowka
bei Niedersee entstanden.
1703
werden
Gonschor (Gonscher) und Ossa (Schwanhof) gegründet.
1703
wird
Riedel Pfarrer in Sorquitten.
1704
entstanden
Kokoska (Kienhausen), Orlowka, u. Schwignainen.
1705
Gründung
von Bubrowko (Biebern) und Georgenthal.
1707
wurde
Kamien gegründet.
1708
Gründung
von Klein Rudowken (Kl. Hammerbruch) und Dlugigrund (Langengrund).
1709
herrschte
die große Pest, verbunden mit einer Hungersnot im Amt Seehesten.
1710
entsteht
das Dorf Schwinieocko (Eichelswalde).
1710
wütet die
Pest im damaligen Amt Seehesten.
1711
Dorf
Wigrinnen gegründet.
1711
Die Pest
im Amt Seehesten (später Kreis Sensburg) erloschen, Beginn einer schweren
Heuschreckenplage.
1712
Turmaufbau
an der Sorquitter Kirche beendet.
1712
große
Fischpest und Viehseuche im Kirchspiel Nikolaiken.
1713
schrieb
Pfarrer Riedel seine "Denkwürdigkeiten des Sorquittschen Kirchspiels".
1714
große
Mißernte in Masuren.
1714
Bau der
ersten Kirche in Schmidtsdorf.
1721
Seehestener Flecken-Ordnung bekanntgemacht.
1722
wird
Johann Dietrich von Queis Amtshauptmann in Seehesten.
1725
gab es nur
kirchliche Schulen im Amte Seehesten (später Kreis Sensburg).
1726
erhielt
Nikolaiken die Stadtrechte durch Friedrich Wilhelm 1.
1727
Mißernten
und Hungersnot im Kreisbereich Sensburg.
1731
Schatulldörfer Garten (Malinowka) und Kutzen gegründet.
1733
entstand
die Doschener Mühle und eine Windmühle bei Schmidtsdorf.
1734
wurde mit
dem Bau der Ev. Kirche in Sensburg begonnen.
1737
am 16.
Juni starb Pfarrer Riedel in Sorquitten.
1737
Neues kgl.
Gesetz über die Gründung und Einrichtung von Landschulen.
1741
am 5.
April Beschluß über die Gründung von Dorfschulen in Rechenberg, Proberg,
Krummendorf, Grabenhof und Stangenwalde.
1750
wurde am
3. Mai in Sorquitten Dr. Johannes Goerke, später General-Stabs-Chirurgus und
Begründer des militärärztlichen Bildungswesens in Preußen geboren.
1750
Kirche in
Sorquitten erbaut.
1751
Gründung
von Grünhof.
1752
wurden die
Amtshauptleute durch Landräte ersetzt.
1752
Zwerghöfen
(Klonn) und Mühle in Mühlenthal entstanden.
1754
wird die
heute noch stehende Ev. Kirche in Sensburg erbaut.
1757
Russeneinfall in Masuren.
1762
Chatoulldorf Winterau (Zimowo) gegründet.
1764
Baubeginn
am Talter-, Grünwalder-, lmmenhagener- und Schmidtsdorfer-Kanal.
1765
entstehen
die Schnittker Mühle und die Mahlmühle in Doschen.
1767
entstand
das Dorf Heidebruch.
1769
Reparaturarbeiten an der Kirche in Nikolaiken, die auch mit einer neuen Orgel
ausgestattet wurde.
1772
Gründung
von Neufasten (lnulzen).
1773
entsteht
der Wohnplatz Neuwalde.
1782
entstand
die Schnittker Erbschmiede.
1784
wurde auf
dem Teufelswerder im Spirding-See das Fort Lyck erstellt.
1792
Wolfsjagd
im Nikolaier Forstbereich.
1793
kamen
Teile des Bosniaken-Regimentes nach Sensburg.
1797
wird
Johannes Goerke, geb. in Sorquitten General-Chirurgus im preußischen Heer.
1797
wurde
Luisenthal gegründet.
1798
wird in
Sensburg mit dem Bau der neuen Stadtschule begonnen, die im Oktober 1803 fertig
wird.
1800
wird Stern
Justizamtmann in Sensburg.
1802
wird
Gottlieb Drobnitzki Stadtältester im Sensburger Rat.
1807
Franzosen
im Kreis Sensburg.
1808
Neueinteilung der Stadt Sensburg in den Königsberger-, Warschauer-und
Bischofsburger-Stadtbezirk mit jeweils acht zu wählenden Stadtverordneten.
1811
Brand am
Markt in Nikolaiken.
1812
am 13.
Juni rasteten 7000 Franzosen (Soldaten Napoleons) in Sensburg.
1812
erhielten
die Juden in der Stadt Sensburg das Bürgerrecht.
1813
Erlaß im
Sensburger Amtsblatt zur Anlage einer Sensburger Stadtchronik.
1813
wird das
Sensburger Stadtgericht mit dem Justizamt Seehesten vereinigt.
1815
nimmt der
Sensburger Landsturm am Freiheitskrieg gegen Napoleon teil.
1818
Gründung
des neu eingeteilten Kreises Sensburg.
1818
hat die
Stadt Sensburg 1300 Einwohner.
1819
erste
Apotheke in Sensburg.
1820
Erweiterung des neuen Friedhofes in Sensburg.
1820
Einführung
der Kreiskasse und des Kreissteueramtes im Kreis Sensburg.
1821
Schul-Visitation im Kreise Sensburg.
1822
am 11. Mai
werden das Gut Julienthal b. Talten und der Ort Dieblitzthal amtlich erwähnt,
und Schönrauten gegründet.
1822
kommt das
Kirchspiel Bussen (Bosemb) zum Kirchspiel Seehesten, behält aber die Kapelle für
Gottesdienste.
1822
wurden in
der Nacht vom 23. z. 24. März in Sensburg durch einen Großbrand 44 Wohnhäuser,
27 Stellungen, 3 Speicher, 68 Scheunen und 4 Schuppen vernichtet.
1822
Neubau des
Sensburger Rathauses.
1823
werden das
Erbfreigut Freihof, die Erbpachthöfe Waldsiedeln und Kleinbrück, sowie das
Freigut Ludwigshof amtlich benannt.
1825
am 5. Dez.
königliche Kabinettsorder über die Ansiedlung der Philipponen bei Eckertsdorf.
1825
entsteht
der Abbau Grünwiese bei Muntau und das Gut Petersberg.
1825
amtliche
Benennung von Neu-Gehland und Neu-Ukta.
1827
ist die
frühere Burg Seehesten nur noch eine Ruine.
1828
wird der
masurische Schriftsteller Martin Gerß Kantor in Nikolaiken.
1831
Cholera im
Kreis Sensburg.
1831
Stadtgericht Sensburg wird Land- und Stadtgericht für den Kreisbereich.
1832
wurde mit
der Ansiedlung der Philipponen bei Ukta begonnen und 1842 abgeschlossen.
1833
Gründung
von Lindendorf.
1834
waren im
August 472 Philipponen im Kreis Sensburg angesiedelt.
1834
erbaut der
Zimmermeister Steinau für 999 Taler die Holzbrücke in Nikolaiken.
1835
wird
Martin Gerß, später bekannt als masurischer Schriftsteller, Schulrektor in
Seehesten, vorher war er Kantor in Nikolaiken.
1837
entsteht
das Dorf Klein-Maitz.
1838
werden die
Vorwerke Klein Krummendorf und Kl. Schnittken und das Erbfreigut Kreuzeck
gegründet.
1838
am 22. 3.
wird Neusixdroi amtlich benannt.
1839
erhält die
Kirche in Eichmedien eine neue Orgel.
1842
Bau der
Kirche in Nikolaiken.
1844
wieder
Hungersnot im Kreis Sensburg.
1844
begeht
August v. Lyniewski sein 25jähriges Dienstjubiläum als Landrat.
1845
am 2. Juni
besuchte König Friedrich Wilhelm den Kreis Sensburg.
1845
Baubeginn
an der Chaussee von Sensburg über Seehesten nach Rößel.
1846
Erscheinen
der "Sensburger Zeitung".
1847
endet die
Amtszeit von August v. Lysniewski des 1. Landrats des Kreises Sensburg, sein
Nachfolger wird Wilhelm v. Saltzwedell, er starb 1882.
1851
Regulierung der Kruttinna.
1852
Cholera im
Kreis Sensburg.
1853
Gut
Paulinenhof amtl. erwähnt.
1860
kommt am
15. Mai Doschen zur Gemeinde Schaden.
1860
Katholische Kirche in Sensburg erbaut, Einweihung am 28. Okt. 1860.
1861
Waldbrand
bei Kruttinnen.
1861
Kath.
Kirche in Sensburg erwähnt.
1862
am 17.
März wird Eckertsdorf zur Gemeinde erklärt.
1862
wird
Kuratus Kolberg erster kath. Geistlicher in Sensburg. Die Kath. Kirche wurde am
28. 10. 1860 eingeweiht.
1863
Bau der
Chaussee nach Johannesburg.
1864
am 4.
September, Einweihung der neuen Kirche in Alt-Ukta.
1865
hatte die
Stadt Sensburg 3065 und Nikolaiken 2183 Einwohner.
1867
wird die
Dahrlehnskasse und Kreditbank Sensburg gegründet.
1868
am 10. 1.
Gründung des Sensburger Frauen-Hilfsvereins.
1869
Gründung
des Vaterländischen Frauenvereins in Sensburg.
1870
wird die
Chaussee nach Rastenburg gebaut.
1871
kam
Peitschendorfswerder (Besitzer Sadowski) zur Gemeinde Peitschendorf und Neubrück
(Besitzer Bieher) zur Gemeinde Biebern.
1871
hat die
Stadt Sensburg 3 270 Einwohner.
1871
wird
Kleinbrück mit Kleinort vereinigt und die Försterei Stobbenforst mit dem adligen
Gutsbezirk Seehesten.
1871
Bau der
Chaussee Sensburg-Rastenburg.
1872
wird am
19. JulI Neuort der Gemeinde Proberg zugeschlagen.
1873
wird der
Wasserspiegel des Gr. Wongel-Sees um 6,24 m gesenkt.
1874
wird mit
dem Bau der Kirche in Schmidtsdorf begonnen.
1874
wurden ab
1. März die Amtsvorsteher eingesetzt, sie übernahmen die Befugnisse der
bisherigen Polizeidistriktkommissare.
1874
erhält die
Kirche zu Sorquitten eine neue Orgel.
1874
werden die
Orte Kruttinnen, Kruttinnerofen u. Fedorwalde-Peterhain selbständige Gemeinden.
1874
Bau der
Chaussee von Sensburg nach Bischofsburg.
1874
Trockenlegung des Kl. Wongel-Sees und des Dlussek-Sees.
1875
kommt die
Gemeinde Dietrichswalde vom Kr. Johannisburg zum Kr. Sensburg.
1875
kommt
Neuwiese zur Gemeinde Eichmedien.
1875
wurde der
Niedayno-See um 3,5 m und der Krummendorfer-See um 3 m abgesenkt.
1875
werden
Schönfeld und Klein Schwignainen eine eigne Gemeinde, ebenso Walddorf.
1875
Bau der
Chaussee Sensburg-Bischofsburg.
1878
Bau der
Chausse von Sorquitten nach Bischofsburg.
1880
erhält die
Nikolaiker Kirche einen neuen Turm.
1881
Gut und
Gemeinde Gaynen vereinigt.
1881
am 9.
April Gründung der Sensburger Feuerwehr.
1882
Kirche in
Warpuhnen erbaut.
1883
kosteten
in Sensburg: 1 Schock Krebse 50 Pfg, 1 Pfd. Rindfleisch 30 Pfg., Schweinefleisch
35 Pfg., eine Kalbskeule 1,50 M., ein Hammel 9-11 M., eine Gans 2 M, ein Huhn
40-50 Pfg. und 4 große Eier 10 Pfg. (1 Dittchen).
1884
wurde in
Rudjanny (Niedersee) der erste Bahnhof im Kreis Sensburg eröffnet.
1884
wird von
der Gräfin von Mirbach (Sorquitten) in Alt-Gehland eine Korbflechterschule
gegründet.
1885
Molkerei
in Gr. Steinfelde gegründet.
1885
innere
Erneuerung der Ev. Kirche in Sensburg.
1887
am 18. Mai
wurde der Dichter Ernst Wiechert in Klelnert geboren.
1889
Bau der
Chausseen Ribben-Eichmedien, Kl. Stamm-Dürwangen und Sensburg- Muntau.
1890
gründet
Gutsbes. Heller, Peitschendorf den Spar- und Darlehenskassenverein Aweyden.
1891
Gründung
des 1. RaiffeisenDarlehenskassen-Vereins im Kr. Sensburg in Peitschendorf.
1891
wird
Luftschiffkapttän Max Pruß am 29. September in Hirschen geboren.
1892
ist am 18.
Mai In Kleinort der Dichter Ernst Wiechert geboren.
1892
Darlehnskassen-Verein Schmidtsdorf (Schimonken) gegründet.
1892
Georg von
Schwerin wird Nachfolger des Landrats Otto von Schwerin.
1893
wird Georg
v. Schwerin Landrat.
1893
Gründung
von Darlehens-Kassenvereinen in Nikolaiken, Alt Ukta u. Eichmedien.
1894
entsteht
in Sensburg der Darlehnskassen-Verein.
1895
entsteht
der Darlehnskassen-Verein Sorquitten-Steinfelde-Ribben.
1895
am 25.
März stirbt Martin Gerß in Lötzen, im Alter von 87 Jahren.
1897
Bau der
Kleinbahn Sensburg-Rastenburg.
1898
wird in
Sensburg ein Waisenhaus eingerichtet, erhielt das Amtsgericht ein neues Gebäude
und wird Niedersee am 24. 11. eigene Gemeinde.
1898
Eröffnung
der Eisenbahnlinie Rothf ließ - Sensburg - Johannisburg und der Kleinbahn nach
Rastenburg.
1899
bezogen am
1. Oktober das 1. Btl. des 1. Masurischen lnf.-Rgt.-Nr. 146 die neuerbauten
Kasernen in Sensburg. (1908 nach Allenstein verlegt)
1900
kauft Rich.
Anders in Niedersee das Sägewerk der Fa. Lehmann und vergrößert seinen Betrieb.
1901
wird die
Entwässerungs-Genossenschaft Heyte-Bruch gegründet.
1901
Heinrich
Broder Stadtbaumeister in Sensburg (bis 1940).
1901
Vergrößerung und Ausbau des Säge-werkes in Niedersee durch Besitzer Anders.
1903
Genossenschaft zur Entwässerung des Talter Bruches und Darlehens-Kassenverein
Ribben gegründet.
1904
Gründung
des Darlehnskassen-Vereins in Warpuhnen.
1909
kamen 3
Bataillone des lnf.-Rgt. Nr. 151 nach Sensburg.
1909
Gründung
der Kreis-Wanderbibliothek.
1909
Bau der
Kirche in Hoverbeck vollendet.
1911
Gründung
des Turn- und Sportvereins Mertinsdort (Vorstand L. Randzio).
1911
Eröffnung
der Eisenbahnlinie von Sensburg nach Arys.
1912
wird zu
Ostern die Sexta an der Sensburger Oberschu!e eröffnet.
1912
werden am
15. April das Gut Aweyden und am 4. September das Gut Glashütte von der Ostpr.
Landgesellschaft zur Besiedlung angekauft.
1912
Baubeginn
am Sensburger Kreishaus und Staubeckenanlage Mucker- und Siydroysee erstellt.
1913
entsteht
der Turnverein ‚"Masovia 1913" in Sensburg.
1914
am 22. 8.
dringen im 1. Weltkrieg russische Truppen bei Lucknainen in den Kreis Sensburg
ein.
1914
am 26. 8.
brennt das Schloß Sorquitten nieder. (von russ. Soldaten angezündet).
1915
im 1.
Weltkrieg Kämpfe in der Winterschlacht in Masuren bei Gurkeln, Schmidtsdorf (Täpferberg),
Erlenau, Julienhöfen und Lucknainen.
1915
am 20. Mai
übernimmt der Reg.-Bez. Arnsberg (Westf.) die Kriegshilfe für den Kreis Sensburg.
1917
Gründung
einer KleinsiedlungsGesellschaft im Kreis Sensburg.
1919
wird Kurt
Rabe Bürgermeister der Stadt Sensburg.
1921
Tennisclub
Sensburg gegründet (1. Vorstand Bruno Wichmann).
1921
Gründung
der Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle Sensburg.
1921
Bau der
Straße von Nikolaiken nach Ukta und der Verbindungsstraße vom Garten-See zur
Hauptstraße Sensburg-Niedersee.
1921
Entwässerung des Wenglisko-Bruches im Kruttinner Staatsforst.
1921
wird
Lechleitner Geschäftsführer der Kreissiedlungs-Gesellschaft Sensburg.
1923
erringt
der "Sportverein Sensburg 1920‘ die Bezirksmeisterschaft im Fußball.
1923
Bau der
Kath. Kirche in Warpuhnen beendet.
1923
wird am 9.
4. Paul Hildebrand Kreisbranddirektor.
1925
im April
wird der Sensburger Ruderclub gegründet.
1925
wird
Otto Matern Superintendent zu Sensburg.
1927
Bau des
Kindererholungsheimes in Rehfelde und Einrichtung des Kreis-Altersheimes in
Sensburg.
1927
wird an
der Landwirtschaftsschule eine Mädchenklasse eingerichtet.
1927
erhält der
Tennisverein in Sensburg einen neuen Platz.
1928
wird das
Sensburger Krankenhaus auf 220 Betten vergrößert.
1928
wird Dr.
Alfredo Stange Landrat des Kreises Sensburg.
1932
wird
Landrat Oskar Funk Nachfolger des Landrats Dr. Alfredo Stange.
1935
wird am 1.
Jan. Bruno Wichmann Studiendirektor und Leiter der Sensburger Oberschule für
Jungen.
1937
Günter
Nikolaus wird als Landrat Nachfolger von Landrat Hundrieser.
1937
Chaussee
Niedersee - Weißuhnen, Warpuhnen - Spiegels und Surmau - Altensiedel
fertiggestellt, Baubeginn an der Chaussee Sorquitten - Heinrichshöfen -
Grabenhof.
1941
Bürgermeister Kurt Rabe tritt am 31. Dez. in Sensburg in den Ruhestand (war
Bürgermeister seit 1919).
1941
wird Fritz
Schulz Stadtbaumeister.
1944
kommen im
November / Dezember die ersten
Flüchtlinge vorwiegend aus dem Kreis Treuburg in den Kreis Sensburg.
1945
erschien
die "Sensburger Zeitung" am 26. Januar zum letzten Mal
(gegründet im Jahre 1848).
1945
wird der
Kreis Sensburg vom 25. Jan. bis 30. Jan. von russischen Truppen besetzt.
1946
noch 18
607 deutsche Einwohner im Kreis Sensburg (nach polnischen Quelle).
1950
am 24.
Aug. ist der in Kleinort geborene Dichter Ernst Wiechert verstorben.
1954
am 20.
Dezember beschließt der Rat der Stadt Remscheid einstimmig die Übernahme der
Patenschaft für den Kreis Sensburg.