Hügelgräber aus der älteren Bronzezeit bei
Poseggen
(1) Durch Herrn Lehrer Skok in
Bogumillen (Brödau),
Kreis
Johannisburg, sind bei Poseggen auf der Feldmark des Besitzers Bartsch
(später Schwenzfeier)
drei
Hügelgräber festgestellt worden, von denen allerdings nur ein Grab unberührt
war. Aus einem der zwei zerstörten Gräber sind zwei bronzene Armspiralen und
ein bronzener Armring, ferner einige Reste vom menschlichen Schädel aufgehoben
worden. Die Armspiralen sind aus dreikantigem schmalen Draht gefertigt. Der
offene Armring einfach, glatt, nach den Enden zu sich verjüngend, zeigt
Fazetten. Auf Grund dieser Beigaben ist das Grab der III. Periode der Bronzezeit
(1800-1000 v. Chr.) zuzuschreiben. Wie die Erkundigungen ergaben, handelte es
sich um Steinkegelgräber. Der Fund ist insofern bedeutungsvoll, als bisher aus
dieser Gegend Ostpreußens kein Hügelgrab mit Skelettbestattung aus der
älteren Bronzezeit vorlag.
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(2) Gräberfelder mit Brandbestattung aus der römischen
Kaiserzeit (1. - 4. Jh. n. Chr.) sind auch auf dem Gebiet von
Bogumillen
(Brödau) gefunden worden.
Auf dem Gebiet von
Kallenzinnen
(Dreifelde) - bis 1522 zu
Bogumillen zugehörig - sind Feuersteinbeile und eine Steinaxt
gefunden worden. Diese werden der Mittleren
Steinzeit (8000-3000 v. Chr.) zugeordnet.
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Quellen:
Text 1 und Grafik: Johannisburger Heimatbrief 1993, Seite 83;
Text 2: Emil Johannes Gutzeit, Der Kreis Johannisburg,
Holzner Verlag Würzburg, 1964, Seite 386-387 |