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Verdiente
Persönlichleiten in
der Landwirtschaft
Am 1. Oktober 1927 kaufte er den Bauernhof in Poseggen, Kreis Johannisburg, den er bis zur Vertreibung aus Ostpreußen erfolgreich leitete (60 ha landwirtschaftliche Nutzflächen und 7 ha Forstflächen). Hier konnte er sein Können als Land- und Molkereiwirt voll entfalten und hat Bedeutendes für das berufsständische Gemeinwohl geleistet. Seinen Betrieb entwickelte er allseitig, unterstützt von der Ehefrau Ida, geborene Synowzik, welche die Berechtigung zur Ausbildung von Hauswirtschaftslehrlingen besaß. Bernhard Schwenzfeier betrieb Ackerbau und Viehwirtschaft erfolgreich. Der Betrieb war anerkannte Saatbauvermehrungsstelle für Pflanzkartoffel, Seradella und Süßlupinen. Das Primat hatte jedoch die Viehzucht. Mit 16 Kühen gehörte er der Ostpreußischen Herdbuchgesellschaft an. Er war Mitglied der Ostpreußischen Stutbuchgesellschaft für Warmblut Trakehner Abstammung mit 4 eingetragenen Zuchtstuten und leitete im Auftrag die örtliche Trakehner Deckstation. Der Betrieb wurde nach neuesten wissenschaftlich erprobten Erkenntnissen geführt, verfügte über neue, landwirtschaftliche Maschinen, eine gute Gebäudesubstanz und stand auf einem soliden finanziellen Fundament. Als im Jahre 1930 die masurische Molkereigenossenschaft Johannisburg zusammenbrach, wurde der Neuaufbau organisiert. Zum Vorsitzenden der Genossenschaft wählte man Bernhard Schwenzfeier. Diese Funktion übte er bis zur Vertreibung aus. Unter seiner Leitung, mit tatkräftiger Unterstützung des Molkereiverwalters, Karl Schättin, wurde die Johannisburger Molkerei zur größten und modernsten von Masuren ausgebaut. Infolge der Vertreibung aus Ostpreußen (21. Januar 1945) fand Bernhard Schwenzfeier eine neue Bleibe in Schmölau, Kreis Salzwedel und übernahm hier eine Neubauernstelle, die er auch bald wieder vorbildlich und erfolgreich bewirtschaftete. Im Jahre 1958 zog er nach Koserow auf der Insel Usedom und kaufte eine 10 ha große Bauernwirtschaft, um in der Nähe seiner Tochter Ilse, verheiratet mit dem ostpreußischen Förster Helmut Mattke, zu sein. Auch hier betrieb er wieder eine gute Landwirtschaft mit großer Passion. Als selbständiger Bauer weiterzuarbeiten, gestatteten die politischen Verhältnisse nicht und er fand einen Mittelweg. Das Land wurde genossenschaftlich bearbeitet - die Viehwirtschaft nach wie vor privat betrieben (LPG Typ 1). Während des 1. Weltkrieges diente Bernhard Schwenzfeier beim 2. Westpreußischen Fußartillerie-Regiment 17, wurde 1917 mit dem Eisernen Kreuz II und 1918 mit der Bronzenen K. u. K. Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er starb am 5. Mai 1978 in Koserow.
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