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Soldau.
(polnisch: Dzialdowo, bis 1920 Kr. Neidenburg /
Rbz.
Allenstein). Nachdem
1343 die Grenze zwischen dem Ordensland und Masowien
so festgelegt worden war, wie sie bis 1920 bestanden hat, gründete Günther
von Hohenstein, Komtur zu Osterode, neben
einer vielleicht schon 1306 errichteten Grenzburg 1349 die Stadt Soldau, nachdem eine
von seinem Vorgänger 1344 versuchte Gründung nicht zum Erfolg geführt
hatte. Die nach kolonialem Planschema in einem Länglichen Viereck mit parallelen Straßen, einem rechteckigen
Markt und zwei Haupttoren angelegte
kleine Stadt hatte nur durch ihre Lage an der Straße von Königsberg nach
Warschau und als Verwaltungssitz und Wirtschaftszentrum des Amtes Soldau eine
bescheidene Bedeutung. Die etwa 6.000 Einwohner teilten sich in eine deutsche
Oberschicht und eine masurisch sprechende Unterschicht. Die Ordensburg verfiel zur
Ruine, die Stadt wuchs über den ursprünglichen Umfang nur wenig hinaus, da sie durch
Brände und Kampfhandlungen mehrmals zerstört wurde, zuletzt im ersten
Weltkrieg
als ein Brennpunkt der
Schlacht bei
Tannenberg. Zum Schicksal wurde ihr, daß
sie um 1880 Kreuzungspunkt mehrerer Bahnlinien geworden war; nur damit die
Strecke Warschau-Mlawa-Thorn in polnische Hand
kam, wurde Soldau mit dem
umliegenden Gebiet (501 qkm 24.767 Einwohner) im Versailler Vertrag
ohne Abstinunung und gegen den vielfach bekundeten Willen der weit überwiegend
deutschen Bewohner von Ostpreußen getrennt. Dziatdowo gehört heute zur Woiwodschaft
Allenstein.

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Quellen:
Wappen: Ostpreußische Städtewappen,
Landsmannschaft Ostpreußen e.V., Hamburg 1996, Seite 40;
Foto: 10.000 Ansichtskarten, The Yorck-Project, Berlin, Stichwort:
"Soldau", 2001;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen,
Kröner Verlag Stuttgart, 1966-1981, Seite 211-212 |
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