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Nikolaiken
 

Nikolaiken / Kr. Sensburg
historische Fakten

Irmgard Schuka und Hildegard Sczuka, Spaziergang am See, Nikolaiken 1988Wappen Stadt Nikolaiken bis 1945Nikolaiken (polnisch: Mikolajki, Kr. Sensburg, Rbz. Allenstein). Nikolaiken wird urkundlich zuerst 1444 erwähnt. Hochmeister Konrad v. Erlichshausen verlieh in diesem Jahre einem Lorenz Preuße 15 Hufen zu magdeburgischem Recht. Ursprünglich bestand der Ort aus drei Siedlungskernen. Das eigentliche Nickelsdorf (auch St. Niklas, Niklasdorf nach dem Schutzheiligen der Kirche St. Nikolaus genannt) und Koniec (d.h. Ende) wurden durch das Taltergewässer von dem Orte Koslau getrennt. Der Verkehr zwischen dem Ost- und Westufer wurde zunächst durch Kähne, seit 1516 durch eine Holzbrücke vermittelt. Das später aus den drei Teilen zusammengeschlossene Dorf, das in Urkunden von 1515 ein Kirchidorf genannt wird, erhielt 1726 von König Friedrich Wilhelm I. die Rechte einer Stadt. Von wirtschaftlicher Bedeutung für die Bürgerschaft wurde der 1764/1765 gebaute Kanal, der den Spirding und Mauersee miteinander verband und dazu bestimmt war, den Holzreichtum der Johannisburger Heide für holzarme Gegenden nutzbar zu machen. 1789 wurde die Flößerei auf dem Kanal eingestellt. - Unter den Persönlichkeiten des 18. Jh., die sich um Kirche und Schule verdient machten, ist vor allem Dr. Coelestin Kowalewski zu erwähnen. Kowalewski war Professor der Rechte und Beredsamkeit, Vizepräsident des Konsistoriums und Direktor der Königsberger Akademie und hinterließ der akademischen Bibliothek eine stattliche Büchersammlung von 2.500 Bänden. - Die Nöte, die Masuren im 18. und 19. Jh. bedrückten, Pest und Kriegsunruhen, zogen auch Nikolaiken in Mitleidenschaft. Die Stadt blieb klein, und sein Erwerbsleben, Fischfang (Maränen). und Ackerbau, bescheiden. Die Einwohnerzahl betrug 1925 nur 2.440, wenig mehr als das Doppelte gegen das Jahr 1782.

Nikolaiken vor 1938.

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Quellen:
Farbfoto: Archivmaterial; s/w-Foto: Marc Plessa;
Wappen: Johannisburger Heimatbrief 1999, Seite 124;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, 
Kröner Verlag, 1966-1981, Seite 158

Familienforschung
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Stand: 16. April 2012