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Nikolaiken
/ Kr. Sensburg
historische Fakten |
 Nikolaiken (polnisch: Mikolajki,
Kr. Sensburg,
Rbz. Allenstein).
Nikolaiken wird urkundlich zuerst 1444 erwähnt. Hochmeister Konrad v. Erlichshausen
verlieh in diesem Jahre einem Lorenz Preuße 15 Hufen
zu magdeburgischem Recht. Ursprünglich bestand der Ort aus drei Siedlungskernen.
Das eigentliche Nickelsdorf (auch St. Niklas, Niklasdorf nach dem Schutzheiligen
der Kirche St. Nikolaus genannt) und Koniec (d.h. Ende) wurden durch das
Taltergewässer von dem Orte Koslau getrennt. Der Verkehr zwischen dem Ost- und
Westufer wurde zunächst durch Kähne, seit 1516 durch eine Holzbrücke
vermittelt. Das später aus den drei Teilen zusammengeschlossene Dorf, das in
Urkunden von 1515 ein Kirchidorf genannt wird, erhielt 1726 von König
Friedrich Wilhelm I. die Rechte einer Stadt. Von wirtschaftlicher
Bedeutung für die Bürgerschaft wurde der 1764/1765 gebaute Kanal, der den
Spirding und Mauersee miteinander verband und dazu bestimmt war, den Holzreichtum
der Johannisburger Heide für holzarme Gegenden nutzbar zu machen. 1789 wurde
die Flößerei auf dem Kanal eingestellt. - Unter den Persönlichkeiten des 18.
Jh., die sich um Kirche und Schule verdient machten, ist vor allem Dr. Coelestin
Kowalewski zu erwähnen. Kowalewski war Professor der Rechte und Beredsamkeit,
Vizepräsident des Konsistoriums und Direktor der Königsberger Akademie und
hinterließ der akademischen Bibliothek eine stattliche Büchersammlung von 2.500
Bänden. - Die Nöte, die Masuren
im 18. und 19. Jh. bedrückten, Pest und Kriegsunruhen, zogen auch Nikolaiken in
Mitleidenschaft. Die Stadt blieb klein, und sein Erwerbsleben, Fischfang (Maränen).
und Ackerbau, bescheiden. Die Einwohnerzahl betrug 1925 nur 2.440, wenig mehr
als das Doppelte gegen das Jahr 1782.

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Quellen:
Farbfoto: Archivmaterial; s/w-Foto: Marc Plessa;
Wappen: Johannisburger Heimatbrief 1999, Seite 124;
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen,
Kröner Verlag, 1966-1981, Seite 158 |
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