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"Der Ohrring"
 

 
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Probe für die Ohrring-Aufnahme: (v.li.) Karin Haug, Brita Schmitz-Hübsch,
Annemarie Jensen, Jan Eberle

"Der Ohrring"
Eine Illustrierte zum Hinhören

"Der Ohrring", Hörmagazin für Blinde und Sehbehinderte, bringt seit fast drei Dekaden alles von Aktuellem bis "Weibermusik" zu Gehör

Flensburg. Er ist eine spezifisch Flensburger Institution, für die seine Gründerin einst mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde: "Der Ohrring", Schleswig-Holsteins Hörmagazin für Blinde und Sehbehinderte. Als ein "Ring von Ohr zu Ohr" verbindet er seit fast dreißig Jahren Menschen mit Sehproblemen miteinander, weit über die Stadt-, ja Landesgrenzen hinaus. Bis nach Dänemark, Kanada und Brasilien gehen allmonatlich spannende Hörpakete auf die Reise. "Wir sind tatsächlich einzigartig", sagt Brita Schmitz-Hübsch, die Vorsitzende des als besonders förderungswürdig anerkannten Vereins.

Viel Herzblut ist zu spüren im rein ehrenamtlich arbeitenden Team, das im Medienzentrum an der St.-Jürgen-Straße ein Studio eingerichtet hat. Initiatorin der Idee war die Flensburgerin Edith Petersen, die ab 1979 einer blinden Freundin Texte vorlas und diese dann für einen kleinen Hörerkreis aufnahm. Aus dem privaten Rahmen wurde 1984 der Verein.

Heute hat der Ohrring dreißig ehrenamtliche Mitarbeiter und rund 320 Abonnenten, die zu jedem Monatsanfang eine Kassette oder CD im Briefkasten vorfinden. Im Dezember gibt es eine zusätzliche Weihnachtsausgabe.

Ihre "Gedanken över plattdütsche Wöör" im Gepäck ist diesmal Plattdeutsch-Expertin Annemarie Jensen zum Team gestoßen. "In een Reeg vun Stücken wüll ik geern mit Ju tosamen enkelte plattdütsche Wöör un Schnacks wat genauer bekieken", richtet sie sich über das Mikrofon an die Ohrring-Hörer. Nach und nach wird sie ihre bereits im Tageblatt veröffentlichten kurzweiligen Gedanken zum Besten geben. "Ich möchte zeigen, dass Plattdütsch leevt", sagt Jensen lächelnd: "Man muss es nur entdecken und die Menschen erreichen".

"Wir empfinden uns wie eine Illustrierte", erklärt Mitarbeiterin Karin Haug das hoch motivierte Selbstverständnis der Ohrring-Produzenten. Als Hörfunkjournalistin ist sie der Profi im Team. Sie überwacht den Ablauf von der Aufnahme übers Schneiden bis zum Digitalisieren und Brennen. Großes Ziel sei die Vielfalt der Themen, der Stimmen, Einfallsreichtum. "Wir wollen Lust darauf machen, unsere Produkte anzuhören", schwärmt sie und hofft wie ihre Kollegen auf viele zusätzliche Abonnenten für die CDs, die mehr und mehr die Kassetten ablösen: "In jeder Rille steckt Liebe drin".

Die Juniausgabe jedenfalls verspricht Abwechslung: "Wetterfrosch" Jan Eberle wird Klimatrends und den Atomunfall in Japan thematisieren; das exklusive Minikonzert der traditionellen Rubrik "Weibermusik" stellt Komponistinnen vor; dazu gibt’s die Rätselecke, die Abteilung "Gesund und munter", die Leserpost. Rund 15 Themen und 80 Minuten Hörfreude erwarten die Abonnenten monatlich. Zehn Euro im Jahr kostet das Hörring-Abo. Durch kostenlosen Versand gibt es national und international Unterstützung durch die Post.

Neben den monatlichen Produktionen hat der Ohrring eine "Hörbibliothek" zum Ausleihen aufgebaut, in der Themen aus Heimat- und Naturkunde, Kunst, Geschichte und Literatur aufgezeichnet sind. "Wir bekommen unheimlich viel positive Rückmeldung, aber auch aufmerksame Kritik", erklärt das Hörring-Team: "Manchmal wird die neue CD bei Kaffee und Kuchen in kleinem Kreis richtig zelebriert."

Die Geschäftsstelle des Ohrring, St. Jürgen-Straße 95, ist montags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr zu erreichen, Telefon/AB/Fax 0461-28203, info@der-ohrring.de, www.der-ohrring.de.

Quelle:
shz.de, Flensburger Tageblatt, 18.05.2011,
www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/artikel/eine...

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Stand: 15. Februar 2017