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Hans Joachim Schollenberger
Bodenschätzung in Nordostniedersachsen
und ihre Grundlagen

Lüneburg 1995, 193 Seiten (A4) mit zahlreichen Tabellen, (tlw.) farbigen Abbildungen, 23 Anlagen, 1 topographische Karte in Rückentasche; mit einem Geleitwort von Dr. Karl Ludwig Freund, Ministerialrat im Bundesministerium der Finanzen.

Öffentliche Buch-Standorte:
 

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Göttingen, Universitätsbibliothek

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Lüneburg, Universitätsbibliothek

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Lüneburg, Ratsbücherei

Der Boden ist eine unserer Lebensgrundlagen und ein komplexes, schützenswertes Ökosystem.

Mit dem Seßhaftwerden des Menschen und nachfolgender Bodenbewirtschaftung zum Anbau von Kulturpflanzen steht die Beurteilung der Bodenverhältnisse in einem engen Zusammenhang. Dabei spielte die Sinnenwahrnehmung und die Kenntnis von Zeigerpflanzen eine wichtige Rolle.

Nachdem sich die zum Ackerbau gut geeigneten Böden in Kultur befanden, erforderte das Bevölkerungswachstum auch die Kultivierung ertragsschwächerer Böden in ungünstigen Lagen.

Lange bildeten die Erträge aus der Bodenbewirtschaftung auch die Haupteinnahmequelle der Grundherren. Insbesondere nach den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges schritten diese zu Neufestsetzungen von Steuern und Abgaben. Aufgrund der noch fehlenden naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zur Beurteilung der nachhaltigen Ertragsfähigkeit der verschiedenen Substrate und der Klimaeinwirkungen waren die Klassifizierungsergebnisse, selbst innerhalb eines Staates wie Brandenburg-Preußen, unter gleichen Verhältnissen unterschiedlich.

Nach der Gründung der Weimarer Republik mit Errichtung einer Reichsfinanzverwaltung kam es zwecks Vermögensbesteuerung zur Verabschiedung des Bewertungsgesetzes 1925. Dieses sah für das Land- und forstwirtschaftliche Vermögen die Besteuerung nach dem Ertragswertverfahren vor. Aufgrund der o. g. uneinheitlichen Bewertungsverfahren für das Land- und forstwirtschaftliche Vermögen wurde das Ziel der gleichmäßigen und gerechten Besteuerung jedoch verfehlt.

Unter Berücksichtigung der fortgeschrittenen bodenkundlichen Erkenntnisse erfolgte am 16. Oktober 1934 die Verabschiedung des sogen. Bodenschätzungsgesetzes. Auf dessen Grundlage wird in Deutschland seit 1935 eine einheitliche Bestandsaufnahme, Kennzeichnung und Bewertung der nachhaltigen natürlichen Ertragsfähigkeit aller landwirtschaftlich genutzten Böden durch entsprechend vorgebildete und geschulte landwirtschaftliche Sachverständige der Finanzverwaltung in Zusammenarbeit mit der Vermessungs- und Katasterverwaltung durchgeführt.

Im Interesse des Niedersächsischen Bodeninformationssystems (NIBIS) werden in Niedersachsen seit 1993 auch bodentypologische Feststellungen vorgenommen.

Auf Grund seiner dreißigjährigen Erfahrung hat der Autor u.a. die natürlichen Standortfaktoren seines Dienstbezirkes, den Finanzamtsbezirken Lüchow und Lüneburg, wie Geologie, Hydrologie, Klima und Relief anschaulich beschrieben und erstmals die technische Durchführung der Bodenschätzung am Beispiel der flurbereinigten Gemarkung Artlenburg an der Elbe in Wort und Bild eingehend geschildert. Der Leser erhält außerdem Einblick in die vielfältige Anwendung der Arbeitsergebnisse im steuerlichen wie außersteuerlichen Bereich und schließlich auch in die an einen amtlichen landwirtschaftlichen Sachverständigen der Finanzverwaltung gestellten beruflichen Anforderungen im Arbeitsbereich der Bodenschätzung. Register der Sachbegriffe, Personennamen und topographischen Bezeichnungen erleichtern die Benutzung.

Abbildungsbeispiele:
Auszug aus Feldschätzungsbuch
 
Kartenauszug: Feldvergleich / Nachschätzung
 

Quelle:
Hans Joachim Schollenberger
Bodenschätzung in Nordostniedersachsen und ihre Grundlagen

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Bodenschätzung in Nordostniedersachsen

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Stand: 01. Juli 2018